Hellpower Energy GmbH & Co KG

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Maßgeschneiderter Akkupack vs. Standardakku – wann lohnt sich was?

Viele Konstrukteure greifen aus Bequemlichkeit zum Standardakku – und stellen erst im Betrieb fest, dass er nicht passt. Dieser Artikel zeigt, wann Sonderfertigung die wirtschaftlichere Wahl ist.

Was ist ein maßgefertigter Akkupack?

Ein maßgefertigter Akkupack wird speziell für eine Anwendung entwickelt: angepasster Bauraum, exaktes Lastprofil, integriertes BMS, CE-Zertifizierung und Steckverbinder nach Kundenvorgabe. Der Unterschied zum Standardakku liegt nicht nur in der Geometrie – sondern in der Abstimmung auf Zyklenanzahl, Temperaturbereich und Schnittstellen des Gesamtsystems.

Hellpower Energy entwickelt und fertigt solche Systeme seit 2004 in Niederösterreich – von LiFePO4-Paketen für Seilkrananlagen bis zu Li-NMC-Akkus für AGV-Systeme mit 40 Tonnen Nutzlast.

Wann reicht ein Standardakku?

Standardakkus sind sinnvoll, wenn alle folgenden Punkte zutreffen:

  • Das Gerät ist für handelsübliche Batterieformate (18650, 21700, pouch) ausgelegt
  • Die Betriebstemperatur liegt zwischen 10 °C und 40 °C
  • Weniger als 300 Vollzyklen pro Jahr sind geplant
  • Kein Schnellladen über 1C erforderlich
  • Keine CE-Kennzeichnung am Akku selbst nötig

5 Gründe, wann Sonderfertigung nötig ist

Grund 1

Bauraum-Restriktion

Das Gehäuse Ihrer Maschine hat einen spezifischen Hohlraum – kein Standardformat passt. Maßgefertigte Pakete nutzen den verfügbaren Platz zu 90–95 % aus.

Grund 2

Lastprofil und Zyklen

Mehrschichtbetrieb mit 2–3 Vollzyklen pro Tag über 8–10 Jahre erfordert Zellauswahl und BMS-Parametrierung, die kein Consumer-Akku überlebt.

Grund 3

Temperaturextreme

Tiefkühllogistik (−30 °C), alpine Forsttechnik (Frost bis −20 °C) oder Industrieöfen (60 °C+) erfordern speziell selektierte Zellen und aktives Thermomanagement.

Grund 4

Kommunikationsschnittstelle

AGV- und FTS-Systeme kommunizieren über CAN-Bus, CANopen oder proprietäre Protokolle. Das BMS muss auf die Maschinensteuerung abgestimmt sein.

Grund 5

CE und Produkthaftung

Wer einen Akku in seine Maschine einbaut, trägt die Produkthaftung. Ein maßgefertigter Akku mit eigenem CE-Dokument trennt die Haftung sauber.

Der Entwicklungsprozess bei Hellpower

Ein typisches Projekt läuft in vier Phasen: Anforderungsaufnahme (Lastprofil, Bauraum, Schnittstellen) → Prototyp in 4–8 Wochen → Feldtest beim Kunden → Serienfertigung ab 1 Stück.

Kleinserie ab 1 Stück ist kein Problem – Hellpower fertigt von Einzelstücken bis zu mehreren hundert Einheiten pro Jahr. Die Skalierung erfolgt ohne Konstruktionswechsel.

Fazit: Wenn Bauraum, Zyklen, Temperatur oder Schnittstellen vom Standard abweichen – ist Sonderfertigung fast immer die wirtschaftlichere Wahl. Der höhere Entwicklungsaufwand amortisiert sich durch längere Lebensdauer und niedrigere Ausfallkosten.

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